artesafe-SPU/M

artesafe-SPU/M matt

Spezielles mattes 2K-Polymersiegel auf Polyurethanbasis für den Langzeitschutz elastischer Bodenbeläge, Parkett- und mineralischer Böden und für die Sanierung des Oberflächenschutzes werksseitig PU-vergüteter Beläge. Bildet einen extrem strapazierfähigen Siegelfilm mit ausgezeichneter Elastizität, Haftung und hoher Chemikalienbeständigkeit, z.B. gegen marktübliche alkoholische Desinfektionsmittel. Hervorragender Verlauf, anwendungssicher im Auftrag. Hoher Festkörpergehalt, rutschhemmende Formulierung. Reduziert die Schmutzhaftung und den Pflegeaufwand.

Sehr emissionsarm (EMICODE: EC1 R).

Ca. 15 Glanzeinheiten gem. DIN 67530.
Nur für berufsmäßige Verwender.

 

Gebinde: 

5,5 l (5 l Siegel + 0,5 l Vernetzer)

1 l (0,9 l Siegel + 0,1 l Vernetzer)

 

Verbrauch:

ca. 0,045 - 0,055 l/m² je Auftrag, unverdünnt

Bei mineralischen Sichtspachtelmassen:

ca. 0,080 - 0,100 l/m² je Auftrag, unverdünnt

252,00 €

  • verfügbar
  • 5 bis 10 Tage1

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Anwendungsbereiche:

Bodenbeläge aus PVC, CV und Linoleum mit glatter oder leicht strukturierter bzw. genarbter Oberfläche sowie für werkseitig PU-vergütete Bodenbeläge, soweit mit dem Hersteller des Belages abgestimmt und empfohlen. Geeignet für Holz- und Parkettfußböden sowie für Korkböden mit einer Mindest-Rohkorkdichte von 500 kg/m³. Ebenfalls zur Beschichtung auf von uns gestesteten und freigegebenen mineralischen Sichtspachtelmassen oder zur Sanierung alter Kautschukbeläge geeignet (fragen Sie hierzu unsere anwendungstechnische Beratung).

Nicht geeignet für leit- bzw. ableitfähige Beläge.

Die Eignung für Sicherheitsbeläge, stärker strukturierte Oberflächen und Noppenböden ist vorab objektspezifisch zu klären. Belagsspezifische Pflegeanleitung beachten.

 

Anwendung:

Bei elastischen Bodenbelägen muss der Boden vorab maschinell unter Verwendung neuer grüner Superpads (50 - max. 100 m²/Pad) sorgfältig bauschluss- oder grundgereinigt werden. Bei werkseitig PU-vergüteten Bodenbelägen bzw. bei Sanierung des PU-Siegel-Oberflächenschutzes empfehlen wir die Belagsoberfläche danach mit dem PU-Sanierungspad (50 - max. 100 m²/Pad) anzuschleifen. Im Zweifelsfall ebenfalls mit dem PU-Sanierungspad nacharbeiten oder fragen Sie unsere anwendungstechnische Beratung.

Die Belagsoberfläche muss anschließend sauber und trocken sein, frei von Staub, Fett, Öl, Wachs- und Pflegemittelrückständen. Bei Belagsqualitäten mit entfernbarem werkseitigem Pflegefinish muss dieses vollständig entfernt sein. Bei Holz- und Korkböden und bei mineralischen Sichtspachtelmassen muss der Boden feingeschliffen, sauber, trocken, staub-, fett-, öl- und wachsfrei sein.

Verarbeitungs- und Raumtemperatur 15-25 °C.

Eine vorherige Grundierung ist erforderlich. Gebinde von artesafe-SPU/M und Vernetzer gut aufschütteln. Vernetzer ins Siegelgebinde geben und beide Komponenten sofort durch gründliches Schütteln sorgfältig vermischen. Sollen Teilmengen gemischt werden, Siegel und Vernetzer immer im Verhältnis 10:1 mischen, wobei der Vernetzer dem Siegel zugegeben wird.

Raum-, Belags- und Verarbeitungstemperatur 18 – 25 °C.

Relative Luftfeuchtigkeit: 40 – 65 %.

Für den Langzeitschutz elastischer Böden mit/ohne werkseitige PU-Vergütung die Siegelmischung gleichmäßig mit einer trockenen Lackrolle „Aquatop“ (10 mm) auf dem Boden ausrollen (bei saugenden Untergründen aus einer Lackwanne heraus arbeiten). Auf der Seite des Haupt-Lichteinfalls (d.h in der Regel auf einer Fensterseite) beginnen und vom Licht weg arbeiten, um die Fläche während der Arbeit beobachten und eventuelle Fehlstellen sofort nachbessern zu können. Das Siegel dabei in max. 1 m breiten Bahnen quer zum Lichteinfall (d.h. parallel zur Fensterfläche) mit der Rolle verteilen und im Anschluss in Richtung des Lichteinfalls gleichmäßig ausrollen. Pfützenbildung vermeiden. Nach ausreichender Trocknungszeit (ca. 2 Stunden, jedoch am selben Tag) die Siegelmischung erneut auftragen. Bei Trocknung von mehr als 12 Stunden muss ein Zwischenschliff mit dem PU-Sanierungspad erfolgen. Bei Auftrag auf Holzböden sollte immer ein Zwischenschliff (Kopfschliff) des Bodens mit der Einscheibenmaschine SRP1 und einem Schleifgitter 100-120er Körnung durchgeführt werden, um aufgestellte Holzfasern zu köpfen und die Oberfläche zu glätten. Schleifstaub gründlich entfernen. Zur Sanierung von werksseitig oder nachträglich PU-versiegelten Belägen artesafe-SPU/M zweifach auftragen. Belagsoberfläche vor Auftrag der Siegelmischung mit dem PU-Sanierungspad anmattieren, um Übergangsbereiche zwischen beschädigten und intakten Teilflächen anzugleichen, eine einheitliche Fläche zu schaffen und eine optimale Haftung des nachfolgend aufgetragenen Siegelfilmes sicherzustellen. Diese Vorbehandlung eignet sich für homogene Belagsqualitäten mit glatter oder geringfügig strukturierter Oberfläche. Im Fall heterogener oder stärker strukturierter Beläge fragen Sie vorab unsere anwendungstechnische Beratung. Nach Trocknung der letzten Siegelschicht (min. 12 Std.) ist der Boden vorsichtig begehbar. Die Endbeständigkeit des Siegelfilmes wird nach ca. 7 Tagen bei Raumtemperatur erreicht.

 

Hinweis:

Die Mischung aus artesafe-SPU/M und Vernetzer besitzt bei der vorgeschriebenen Verarbeitungstemperatur eine „offene“ Zeit von ca. 4 Stunden. Nur soviel Siegel anmischen, wie innerhalb dieses Zeitraumes verarbeitet werden kann. Bei höheren Temperaturen von Siegel und Vernetzer verkürzt sich die Topfzeit erheblich, bei kalten Mischungskomponenten kann der Mischvorgang nicht sorgfältig genug durchgeführt werden. Gebinde mit angemischtem Siegel nicht dicht verschließen, da bei der Reaktion von Siegel und Vernetzer Reaktionsgase entstehen. Vor Einsatz auf Exoten-, Bunt- und unbekannten Holzarten Vorversuch durchführen. Bei besonders stark beanspruchten Böden sind drei Lackauftrage empfehlenswert. In diesem Fall Zwischenschliff erst nach dem Zweitauftrag durchführen. Bei Auftrag und Trocknung für ausreichende Lüftung sorgen, jedoch Zugluft und starke Sonneneinstrahlung vermeiden und die Oberfläche vor Staub schützen. Fußbodenheizung rechtzeitig vorher abstellen. Raumecken und schwer zugängliche Stellen, die nicht vollständig mit Hilfe der Rolle zu bearbeiten sind, mit einem Flachpinsel vorstreichen und unmittelbar im Anschluss weitest möglich überrollen, um Streichränder zu vermeiden. Auf das Auslegen von Teppichen in den ersten 10-14 Tagen verzichten. Möbel vorsichtig einbringen.

 

Achtung:

Farbige Produkte (z.B. Haarfärbemittel, farbige Wunddesinfektionsmittel) sowie Weichmacherwanderungen (z.B. aus Gummi) führen zur irreversiblen Verfärbung der Siegelschicht. Ist objektspezifisch eine Beständigkeit gegen Hand- und Instrumentendesinfektionsmittel zu gewährleisten, empfehlen wir entsprechende Vorversuche mit den vor Ort eingesetzten Präparaten. Im Zweifelsfall fragen Sie vorab unsere anwendungstechnische Beratung.

Der Siegelfilm kann durch mechanische Einflüsse im Zuge der Nutzung verletzt werden. Dieses führt zu Verkratzungen, in groben Fällen zu beschleunigtem Verschleiß. Verschleißerscheinungen können eine partielle oder vollflächige Sanierung des Siegelfilmes erforderlich werden lassen. Um bei einer partiellen Sanierung sichtbare Ansatzstellen zu vermeiden, artesafe-SPU/M grundsätzlich exakt von Begrenzungslinie (Schweißnaht, Stoßkante) zu Begrenzungslinie applizieren. Da Glanzgradunterschiede zwischen sanierten und unbehandelten Teilflächen nicht auszuschließen sind, wird immer eine Sanierung abgeschlossener Teilflächen (z.B. einzelner Räume oder abgegrenzter Nutzungsbereiche) empfohlen. Natürliche Farbänderungen sind möglich und stellen keinen Qualitätsmangel dar.